František Hudec


Erkennungsdienstliche Aufnahme von František Hudec, 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-330-11
Ab Dezember 1940 arbeitet der pensionierte Schuldirek­tor in der Geheimorganisation ÚVOD (Ústřední vedení odboje domácího – Zentrale Leitung des Widestands in der Heimat) mit, deren Ziel die Wiedererrichtung der Tschechoslowakei ist. Bis März 1941 erhält er mehrmals Flugschriften der ÚVOD, die er nach dem Lesen vernich­tet. Von März 1940 bis Februar 1941 hört er zwei- bis dreimal wöchentlich ausländische Rundfunknachrichten. Im Sommer 1941 warnt er im Auftrag der Organisation zwei Gastwirte, die bei der Gestapo wegen des Hörens ausländischer Sender angezeigt worden sind.
František Hudec wird im Oktober 1941 festgenommen, vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 7. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode ver­urteilt und am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Hudec
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Schreiben von Marta Hudcová an den Vorstand der Untersuchungshaftan­stalten in Dresden mit der Bitte um Genehmigung zum Senden eines zweiten Päckchens an ihren Mann vom 13. Februar 1943
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2051
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen František Hudec und andere vom 7. Juni 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-330-1
Sterbeurkunde von František Hudec vom 11. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019


























