Emil Hübner
1905 tritt er in die SPD und 1919 in die KPD ein. Ab 1927 wohnen Emil und Maria Hübner gemeinsam mit ihrer Tochter Frida und ihrem Schwiegersohn Stanislaus Wesolek in Berlin-Kreuzberg.
Dort betreibt Hübner mit seinem Enkel Walter eine Tischlerwerkstatt, die eine Anlaufstelle für den sowjetischen Nachrichtendienst ist, der dort Möbelstücke mit Geheimfächern für Akkukästen und Funkgeräte bestellt. 1937 brechen die Verbindungen ab. In den Räumen seiner Wohnung bewahrt Emil Hübner auf Bitten seines Sohnes Max ab 1939 Material für die Herstellung von falschen Pässen auf.
Im Mai 1942 melden sich die aus der Sowjetunion kommenden Fallschirmspringer Erna Eifler und Wilhelm Fellendorf bei der Familie Hübner/Wesolek. Sie bestellen Grüße von dem in Moskau lebenden Sohn Arthur, der für die sowjetische Aufklärung arbeitet. Einige Tage gewährt die Familie den beiden Unterkunft.
Am 18. Oktober 1942 wird Emil Hübner gemeinsam mit seiner Tochter Frida und seinem Schwiegersohn Stanislaus festgenommen und im Februar 1943 vom 2. Senat des Reichskriegsgerichts zum Tode verurteilt.
Emil Hübner wird am 5. August 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Emil Hübner
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Emil Hübner und andere, 4. August 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Karton A, StPL (RKA)
Sterbeurkunde von Emil Hübner vom 6. August 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung







