Emil Hübner

26. März 1862, Berlin – 5. August 1943
Emil Hübner

Emil Hübner

Privatbesitz

Emil Hübner absolviert eine Bäcker­lehre, arbeitet aber später als Werk­meister. Er ist verheiratet mit Maria Rose­meyer, mit der er acht Kinder hat.
1905 tritt er in die SPD und 1919 in die KPD ein. Ab 1927 wohnen Emil und Maria Hübner gemeinsam mit ihrer Tochter Frida und ihrem Schwieger­sohn Stanislaus Wesolek in Berlin-Kreuz­berg.
Dort betreibt Hübner mit seinem Enkel Walter eine Tischler­werkstatt, die eine Anlauf­stelle für den sowje­tischen Nach­richten­dienst ist, der dort Möbel­stücke mit Geheim­fächern für Akku­kästen und Funkgeräte bestellt. 1937 brechen die Verbin­dungen ab. In den Räumen seiner Wohnung bewahrt Emil Hübner auf Bitten seines Sohnes Max ab 1939 Material für die Herstel­lung von falschen Pässen auf.
Im Mai 1942 melden sich die aus der Sowjet­union kommenden Fallschirm­springer Erna Eifler und Wilhelm Fellendorf bei der Familie Hübner/Wesolek. Sie bestellen Grüße von dem in Moskau lebenden Sohn Arthur, der für die sowjetische Aufklä­rung arbeitet. Einige Tage gewährt die Familie den beiden Unterkunft.
Am 18. Oktober 1942 wird Emil Hübner gemeinsam mit seiner Tochter Frida und seinem Schwieger­sohn Stanislaus festge­nommen und im Februar 1943 vom 2. Senat des Reichs­kriegs­gerichts zum Tode verurteilt.
Emil Hübner wird am 5. August 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Emil Hübner

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Emil Hübner und andere, 4. August 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Karton A, StPL (RKA)

Sterbeurkunde von Emil Hübner vom 6. August 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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