Oskar Hübschmann

12. April 1908, Frankfurt am Main – 23. Januar 1942
Oskar Hübschmann

Gestapoaufnahme von Oskar Hübschmann

Bundesarchiv R 3018/2909

Oskar Hübschmann absolviert eine kaufmännische Lehre bei der Maschinen­bau-AG in Frankfurt am Main, wo er bis 1931 als kaufmännischer Angestellter arbeitet. An­schließend lebt er von Aushilfs­arbeiten.
Seit 1929 Mitglied der Internationalen Arbeiter-Hilfe (IAH), seit 1932 der KPD, leistet er aktive ehren­amtliche Arbeit für die IAH im Bezirk Hessen-Frankfurt. Ab Februar 1933 wirkt er illegal für die IAH als Bezirkskassierer unter den Bezirksleiter Paul Schäfer und übernimmt von ihm im Sommer 1933 die Leitung des IAH-Bezirks Hessen-Frankfurt. Im September 1934 emigriert er in das Saar­gebiet und übernimmt die Funktion eines Organi­sations­leiters der IAH.
Im Januar 1935 flieht er nach Frankreich, wird dort festgenommen und zeitweise interniert. Nach der Ausweisung ist er illegal in Deutschland, kehrt nach Belgien zurück und leistet dort aktive Arbeit für die Rote Hilfe in Brüssel und Antwerpen. Ende 1936 reist er nach Spanien und wird Angehöriger der Inter­nationalen Brigaden. Er ist Sergeant und arbeitet als Schreibkraft und Übersetzer.
Anfang Februar kehrt er zurück nach Frankreich und wird in St. Cyprien und Gurs interniert. Im April 1940 wird er von der französischen Polizei inhaftiert und an die Gestapo ausgeliefert. Der 2. Senat des „Volks­Kgerichts­hofs” verurteilt ihn am 20. Oktober 1941 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode.
Oskar Hübschmann wird am 23. Januar 1942 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Oskar Hübschmann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Oskar Hübschmann, 13. Juli 1941

Bundesarchiv R 3018/2909

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Oskar Hübschmann, 20. Oktober 1941

Bundesarchiv R 3018/2909

Sterbeurkunde von Oskar Hübschmann vom 23. Januar 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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