Richard Hüttig
Während einer Auseinandersetzung zwischen Angehörigen der Häuserschutz­staffel und SA-Männern wird am 17. Februar 1933 der SA-Führer Kurt von der Ahé durch einen Schuss schwer verletzt, an dessen Folgen er kurz darauf stirbt. Nach Richard Hüttig wird gefahndet, er verlässt Berlin und taucht in seinem Heimatort unter. Er kehrt aber bald nach Berlin zurück und bemüht sich, die durch zahlreiche Festnahmen dezimierten Häuserschutzstaffeln zu reorganisieren. Richard Hüttig wird jedoch am 14. September 1933 festgenommen.
Am 1. Februar 1934 beginnt der Prozess gegen Mitglieder der Häuserschutzstaffel vor dem Sondergericht beim Landgericht Berlin. Viele der 16 Angeklagten sind zuvor im Gestapo-Gefängnis Columbia-Haus schwer misshandelt worden. Obwohl nicht bewiesen werden kann, dass Hüttig auf von der Ahé geschossen hat, wird er am 16. Februar 1934 „wegen schweren Landfriedensbruchs und versuchten Mordes” zum Tode verurteilt.
Am 14. Juni 1934 wird Richard Hüttig als erster politischer Häftling mit dem Handbeil im Hof des Strafgefängnisses Plötzensee ermordet.
Der Weg vor der heutigen Gedenkstätte wird 1950 nach ihm benannt.
Dokumente
Gefangenenkarte von Richard Hüttig
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift gegen Richard Hüttig und 17 weitere Angeklagte, 18. Januar 1934
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 4148
Vorbereitung der Hinrichtungen von Otto Woithe, Willi Rochow und Richard Hüttig, 12. Juni 1934
Landesarchiv Berlin C Rep 375-01-11, Nr. 5313 A 01
Sterbeurkunde von Richhard Hüttig vom 14. Juni 1934
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















































































