Alfred Huhn

6. April 1881, Leipzig – 10. September 1943
Alfred Huhn erlernt nach der Volks­schule das Mechaniker­hand­werk und ist ab 1907 bei den Triumphator Werken in Leipzig-Mölkau tätig. In der Firma, die Rechen­maschinen herstellt, vertritt Alfred Huhn als Betriebs­obmann die Interessen der Arbeiter­schaft und ist außerdem Mit­glied im Metall­arbeiter­verband. Der zwei­fache Familien­vater nimmt mit Auszeich­nung am Ersten Welt­krieg teil.
1935 tritt er in die National­sozialis­tische Volks­wohl­fahrt (NSV) und 1937 in die NSDAP ein. Am 9. August 1943 sagt er an seinem Arbeits­platz, mittler­weile Rüstungs­betrieb, die Lage seit trostlos und verbrei­tet von einer Nach­barin erhaltene Informa­tionen über einen Rück­tritt Hitlers und einer kommenden Militär­diktatur weiter. In Italien war keine zwei Wochen zuvor Musso­lini inhaf­tiert und gestürzt worden.
Alfred Huhn wird am 8. September 1943 vom „Volks­gerichts­hof” unter Roland Freisler wegen „Wehr­kraft­zer­setzung beziehungs­weise Heim­tücke­vergehens” zum Tode verur­teilt, am nächsten Tag wird er in das Straf­gefäng­nis Berlin-Plötzen­see über­führt. Einen Tag später nimmt sich Alfred Huhn dort in seiner Zelle das Leben.

Dokumente

Gefangenenkarte von Alfred Huhn

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Alfred Huhn vom 8. September 1943

Bundesarchiv R 3017/3336

Sterbeurkunde von Alfred Huhn vom 11. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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