Miloslav Hůla
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht begibt er sich im August 1939 nach Polen, um sich der Tschechoslowakischen Legion anzuschließen. Nach dem deutschen Überfall auf Polen gerät er beim Versuch, über Rumänien nach Frankreich zu gelangen, in sowjetische Kriegsgefangenschaft und erklärt sich daraufhin bereit, für den sowjetischen militärischen Nachrichtendienst zu arbeiten. Nach einer mehrwöchigen Ausbildung übermittelt er von Prag aus Informationen über deutsche Truppenbewegungen und Rüstungspläne per Funk an die Sowjetunion. Er arbeitet dabei eng mit Jan Vycpálek zusammen.
Nach seiner Festnahme am 6. März 1941 wird Miloslav Hůla am 22. Mai 1942 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit neun weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat, Feindbegünstigung und Beihilfe zum Landesverrat” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. März 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Berlin-Plötzensee von Miloslav Hůla
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Miloslav Hůla und weitere Personen vom 22. Mai 1942
Bundesarchiv R 3017/19214
Bekanntmachung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Miloslav Hůla
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-461-8
Sterbeurkunde von Miloslav Hůla vom 17. März 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





































































