Miloslav Hůla

14. Februar 1915, Tiefengrund (Hlubočec) – 16. März 1943
Miloslav Hůla

Porträt von Miloslav Hůla

Privatbesitz

Miloslav Hůla absolviert nach dem Gymnasium einen Radio­telegrafie-Lehrgang bei der Firma Baťa in Zlín und arbeitet im Anschluss als Bord­funker. 1935 macht er den Sport­pilotenschein. Von Ende 1937 bis März 1939 dient er in einem Flieger­regiment der Tschecho­slowakischen Armee.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht begibt er sich im August 1939 nach Polen, um sich der Tschecho­slowa­kischen Legion anzuschlie­ßen. Nach dem deutschen Überfall auf Polen gerät er beim Versuch, über Rumänien nach Frankreich zu ge­langen, in sowjetische Kriegs­gefangenschaft und erklärt sich daraufhin bereit, für den sowjetischen militärischen Nach­richten­dienst zu arbeiten. Nach einer mehrwöchi­gen Ausbildung übermittelt er von Prag aus Informa­tionen über deutsche Truppen­bewegungen und Rüstungspläne per Funk an die Sowjetunion. Er arbeitet dabei eng mit Jan Vycpálek zusammen.
Nach seiner Festnahme am 6. März 1941 wird Miloslav Hůla am 22. Mai 1942 vom „Volks­gerichtshof” zusammen mit neun weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat, Feindbe­günstigung und Beihilfe zum Landesver­rat” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. März 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Berlin-Plötzensee von Miloslav Hůla

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Miloslav Hůla und weitere Personen vom 22. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/19214

Bekanntmachung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Miloslav Hůla

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-461-8

Sterbeurkunde von Miloslav Hůla vom 17. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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