Adolf Hůlka

11. September 1891, Brünn (Brno) – 10. Mai 1943
Adolf Hůlka

Oberst Adolf Hůlka, vor 1939

Privatbesitz

Adolf Hůlka studiert Rechts­wissenschaften in Prag, legt das Erste juristische Staatsexamen ab und nimmt am Ersten Weltkrieg als Soldat der öster­reichisch-ungari­schen Armee teil. Er gerät in russische Kriegsgefangen­schaft und tritt 1916 in die Tschecho­slowakische Legion ein. 1918 wird er als Hauptmann in die Tsche­choslowa­kische Armee übernommen, 1935 zum Oberst­leutnant und 1937 zum Oberst im Ministerium für nationale Verteidigung befördert.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird Adolf Hůlka Anfang Mai 1939 von seinem Vorgesetzten General František Kravák für die im Entstehen begriffene Militär­organisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) geworben. Adolf Hůlka wird Regiments­kommandeur des Kreises Beneschau (Benešov), in dem er in der Folgezeit ein Regiment aufbaut. Er macht Oberst­leutnant Ludvík Český zu sei­nem Stellvertreter und Major Josef Průša zum Verbin­dungsoffizier, erfasst die im Bezirk ver­fügbaren Waf­fen und folgt im August 1939 einem Mobil­machungsbefehl.
Am 14. Dezember 1939 wird Adolf Hůlka festge­nommen. Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt ihn am 20. Januar 1943 zu­sammen mit Ludvík Český und Josef Průša wegen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode. Die drei vor­maligen Offiziere werden am 10. Mai 1943 im Strafge­fängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Organigramm der Obrana Národa im Kreis Beneschau (Benešov) unter Leitung von Oberst Adolf Hůlka, um 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-209-2

Anklageschrift des „Volksgerichts­hofs” gegen Adolf Hůlka und andere vom 3. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-209-6

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Adolf Hůlka und andere vom 20. Januar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-209-1

Fernschreiben des Oberreichsanwalts an den „Reichsprotektor in Böhmen und Mähren” zur Vollstreckung des Urteils gegen Adolf Hůlka und andere Personen, 11. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-209-8

Sterbeurkunde von Adolf Hůlka vom 11. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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