Artur Illgen

22. Mai 1905, Berlin – 11. Mai 1943
Artur Illgen

Artur Illgen

Bundesarchiv R 3017/33941

Artur Illgen wird als Sohn eines Schrift­malers in eine kinder­reiche Familie geboren. Nach der Volks­schule beginnt er eine Maler­lehre, kann diese aber aus finan­ziellen Gründen nicht beenden. Er ist als unge­lernter Arbeiter, Anstrei­cher und Maler tätig. Seit 1939 ist er bei der AEG in Berlin-Treptow beschäftigt und kann sich durch Selbst­studium zum Zeichner qualifizieren.
Bis 1932 gehört Artur Illgen sozial­demo­kratischen Sport- und Gesangs­vereinen an und tritt 1932 in die KPD ein. Nach der Macht­über­nahme der National­sozialis­ten engagiert sich Illgen im Widerstand und arbeitet gemeinsam mit Joachim Franke, Hans-Georg und Charlotte Vötter, Werner Steinbrinck, Adolf Bittner und anderen in einer Wider­stands­gruppe. Er verteilt illegale Druck­schriften, bemalt mit anderen eine Außen­wand des Akkumu­latoren­werkes in Berlin-Ober­schöne­weide mit einer anti­nazis­tischen Parole und versucht, unter Kollegen bei der AEG sowie im Verwandten- und Bekannten­kreis weitere Menschen für Wider­stands­tätigkeiten zu gewinnen.
Die Gruppe ist eng mit dem Kreis um Herbert Baum verbunden und am 18. Mai 1942 maßgeblich an einem Brand­anschlag auf die NS-Propa­ganda­aus­stellung „Das Sowjet­paradies” beteiligt, in dessen Folge sie enttarnt wird.
Artur Illgen wird am 22. Mai 1942, seinem 37. Geburtstag, festge­nommen, am 5. Februar 1943 vom „Volks­gerichts­hof” zum Tode verurteilt. Er wird am 11. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Illgen und andere,
8. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/33941

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Illgen und andere, 5. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/33941

Ablehnung eines Gnadenerweises für Hans-Georg Vötter, Werner Schaumann, Artur Illgen und Adolf Bittner, 22. April 1943

Bundesarchiv R 3018/1403

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Artur Illgen, 11. Mai 1943

Bundesarchiv R 3018/1403

Mitteilung über die Hinrichtung von Artur Illgen, 11. Mai 1943

Bundesarchiv R 3018/1403

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