Artur Illgen
Bis 1932 gehört Artur Illgen sozialdemokratischen Sport- und Gesangsvereinen an und tritt 1932 in die KPD ein. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten engagiert sich Illgen im Widerstand und arbeitet gemeinsam mit Joachim Franke, Hans-Georg und Charlotte Vötter, Werner Steinbrinck, Adolf Bittner und anderen in einer Widerstandsgruppe. Er verteilt illegale Druckschriften, bemalt mit anderen eine Außenwand des Akkumulatorenwerkes in Berlin-Oberschöneweide mit einer antinazistischen Parole und versucht, unter Kollegen bei der AEG sowie im Verwandten- und Bekanntenkreis weitere Menschen für Widerstandstätigkeiten zu gewinnen.
Die Gruppe ist eng mit dem Kreis um Herbert Baum verbunden und am 18. Mai 1942 maßgeblich an einem Brandanschlag auf die NS-Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies” beteiligt, in dessen Folge sie enttarnt wird.
Artur Illgen wird am 22. Mai 1942, seinem 37. Geburtstag, festgenommen, am 5. Februar 1943 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt. Er wird am 11. Mai 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Illgen und andere,
8. Dezember 1942
Bundesarchiv R 3017/33941
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Illgen und andere, 5. Februar 1943
Bundesarchiv R 3017/33941
Ablehnung eines Gnadenerweises für Hans-Georg Vötter, Werner Schaumann, Artur Illgen und Adolf Bittner, 22. April 1943
Bundesarchiv R 3018/1403
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Artur Illgen, 11. Mai 1943
Bundesarchiv R 3018/1403
Mitteilung über die Hinrichtung von Artur Illgen, 11. Mai 1943
Bundesarchiv R 3018/1403




























































