Josef Jáchym

29. Oktober 1898, Kloster an der Iser (Klášter Hradiště nad Jizerou) – 19. März 1943
Josef Jáchym

Portrait von Josef Jáchym

Privatbesitz

Josef Jáchym nimmt ab 1916 als Soldat der österrei­chisch-unga­rischen Armee am Ersten Weltkrieg teil, gerät 1917 in italie­nische Kriegs­gefangen­schaft und tritt in die Tsche­choslo­wakische Legion ein. Nach seiner Rück­kehr in die Tschecho­slowakei dient er als Offizier in der Tschecho­slowakischen Armee.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht und Errichtung des „Protek­torats Böhmen und Mähren” ist der Oberst­leutnant a. D. im vorma­ligen Vertei­digungs­minis­terium in Prag mit Liqui­dations­arbei­ten befasst. Im November 1939 wird er von Oberst­leut­nant Josef Balabán für die vor allem aus ehemaligen Offizie­ren bestehende Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) gewonnen, die eine Geheim­armee aufzu­bauen sucht und die auf die Wieder­her­stellung der Tschecho­slowa­kischen Republik zielt.
Josef Jáchym erhält die Aufgabe, Oberst Jaroslav Milota sowie Major Miroslav Kryčnar fort­laufend mit Flugschrift­en zu versorgen. Bis Ende Juni 1940 verteilt er Pakete mit der Zeitschrift der tsche­chischen Wider­stands­bewe­gung „V boj” in Prag westlich der Moldau weiter an Unter­verteiler.
Am 15. Dezem­ber 1940 verurteilt der „Volks­gerichtshof” Josef Jáchym wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und landes­verrä­terischer Feind­begünstigung” zum Tode. Er wird am 19. März 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Jáchym

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Jáchym vom 23. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-223-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Jáchym vom 15. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-223-1

Sterbeurkunde von Josef Jáchym vom 20. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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