Josef Jáchym
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” ist der Oberstleutnant a. D. im vormaligen Verteidigungsministerium in Prag mit Liquidationsarbeiten befasst. Im November 1939 wird er von Oberstleutnant Josef Balabán für die vor allem aus ehemaligen Offizieren bestehende Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) gewonnen, die eine Geheimarmee aufzubauen sucht und die auf die Wiederherstellung der Tschechoslowakischen Republik zielt.
Josef Jáchym erhält die Aufgabe, Oberst Jaroslav Milota sowie Major Miroslav Kryčnar fortlaufend mit Flugschriften zu versorgen. Bis Ende Juni 1940 verteilt er Pakete mit der Zeitschrift der tschechischen Widerstandsbewegung „V boj” in Prag westlich der Moldau weiter an Unterverteiler.
Am 15. Dezember 1940 verurteilt der „Volksgerichtshof” Josef Jáchym wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode. Er wird am 19. März 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Jáchym
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Jáchym vom 23. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-223-1
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Jáchym vom 15. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-223-1
Sterbeurkunde von Josef Jáchym vom 20. März 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





















