Alexius Jackow

16. März 1911, Hujcze/Rawa-Ruska – 10. Mai 1940
Alexius Jackow wird in Gazilien als unehelicher Sohn ei­ner Landarbeiterin geboren. Nach dem Besuch der Volks­schule im schlesischen Poppschütz ist er dort als Landarbeiter und Maschinenführer tätig. Ab 1936 übt er verschiedene Tätigkeiten als Kraftwagenführer aus.
Im November 1938 wird er vom polnischen Nachrichten­dienst angeworben. Er sammelt von November 1938 bis April 1939 auf zahlreichen Reisen in verschiedene Orte in Schlesien und im Sudetenland Infor­mationen über die deutsche Truppenstärke sowie Truppenverschiebungen und gibt diese an den pol­nischen Geheimdienst weiter. Außerdem ist Jackow im Frühjahr 1939 mehrere Male als Kurier für den Geheimdienst tätig. Am 16. April 1939 wird er vorläufig festgenommen.
Der 1. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt Alexius Jackow am 5. März 1940 wegen „Landesverrats” zum Tode. Er wird am 10. Mai 1940 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Alexius Jackow

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Alexius Jackow vom 22. November 1939

Bundesarchiv R 3017/49395

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Alexius Jackow vom 5. März 1940

Bundesarchiv R 3017/49395

Gutachten des Oberkommandos der Wehrmacht in der Strafsache gegen Alexius Jackow vom 6. September 1939

Bundesarchiv R 3017/33498

Sterbeurkunde von Alexius Jackow vom 10. Mai 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück