Joseph Jacques

25. März 1919, Auzécourt – 4. Januar 1944
Der französische „Zivilarbeiter“ Joseph Jacques stiehlt ein Paar Schuhe und wird dafür im Juni 1942 mit zwei Monaten Gefängnis bestraft. Ab September 1942 arbeitet Jacques bei der Tobis Filmkunst GmbH. Bei einem Luftangriff am 16. Dezember 1943 wird die Villa des Filmregisseurs Karl Anton in Berlin-Charlottenburg beschädigt.
Jacques wird mit anderen Arbeitern zu Aufräumarbeiten eingesetzt und entwendet am 21. und 22. Dezember einige Kleidungsstücke aus dem Haus. Ein Sondergericht bei dem Landgericht Berlin verurteilt Jacques am 28. Dezember 1943 auf der Grundlage der „Volks­schädlingsverordnung“ wegen Plünderns zum Tode.
Der 24-jährige Joseph Jacques wird nach Ablehnung seines Gnadengesuchs am 4. Januar 1944 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jacques Joseph

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2343

Urteilstenor gegen Joseph Jacques, 28. Dezember 1943

Bundesarchiv R 3001/142730

Sterbeurkunde von Joseph Jacques vom 5. Januar 1944

zurück