Walter Jakobs

23. Oktober 1918, Solingen – 1. Februar 1943
Walter Jakobs arbeitet nach dem Besuch der Volks­schule zunächst als Hilfs­arbeiter in verschie­denen Betrieben und wird 1938 zum Reichs­arbeits­dienst einberufen. Im November 1938 wird er wegen Dieb­stahls zu einer sechsmonatigen Haft­strafe verurteilt, jedoch im April 1939 vorzeitig entlassen. Er beginnt anschlie­ßend eine Tätigkeit als Zement­träger beim Bau des Westwalls.
Nach einem weiteren Diebstahl versucht er sich der Fest­nahme durch eine Flucht nach Frankreich zu entziehen. Er wird von der französischen Polizei aufgegriffen und vom französischen Nach­richten­dienst über seine Arbeit am Westwall verhört. Walter Jakobs erhält schließlich den Auftrag, Truppen­bewe­gungen im deutsch-franzö­sischen Grenz­gebiet zu erkunden und reist mehrfach nach Deutschland.
Am 1. September 1939 meldet er sich zur franzö­sischen Fremden­legion. Im Januar 1940 versucht er zu fliehen und wird nach seiner Festnahme an verschie­denen Orten inhaftiert. Es gelingt ihm jedoch, erneut in die Fremden­legion aufgenommen zu werden. Im Herbst 1941 stellt er schließlich ein Rück­führungs­gesuch und wird am 8. November 1941 an die deutschen Behörden übergeben.
Walter Jakobs wird am 27. Oktober 1942 vom 3. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Landes­verrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 1. Februar 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Walter Jakobs

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Walter Jakobs, 27. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/11040

Protokoll der Verkündung der Urteilsvollstreckung gegen Walter Jakobs, 1. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/11040

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Walter Jakobs, 1. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/11040

Mitteilung der Hinrichtung von Walter Jakobs, 1. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/11040

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