Mikuláš Jančář


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Mikuláš Jančář, 1942
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 348
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht gewinnt Jaroslav Šprišl ihn im Sommer 1941 für die Mitarbeit in der illegalen Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) in Ungarisch-Brod. Als Ortsgruppenleiter von Schumitz zieht Mikuláš Jančář bis zu seiner Festnahme am 5. März 1942 Mitgliedsbeiträge ein, sorgt für die Weiterverbreitung von kommunistischem Schriftmaterial und beteiligt sich im Auftrag von Walter Berger am Transport von Waffen und Munition. Er sammelt außerdem Spenden zugunsten von Familien festgenommener Kommunisten.
Am 18. März 1943 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn zusammen mit Jaroslav Šprišl, Walter Berger und zwei weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tode. Mikuláš Jančář wird am 16. August 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Šprišl und andere vom 21. Dezember 1942
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 348
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Šprišl und andere vom 18. März 1943
Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 348
Vollstreckungsbericht der Todesstrafe gegen Mikuláš Jančář und andere Verurteilte, 18. August 1942
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 348
Sterbeurkunde von Mikuláš Jančář vom 17. August 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung








































