Mikuláš Jančář

9. März 1913, Schumitz (Šumice) – 16. August 1943
Mikuláš Jančář

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Mikuláš Jančář, 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 348

Mikuláš Jančář ist Maurer und lebt mit seiner Familie in Schumitz (Šumice), das zu Unga­risch-Brod (Uherský Brod) gehört.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht gewinnt Jaroslav Šprišl ihn im Sommer 1941 für die Mitarbeit in der illegalen Kommu­nis­tischen Partei der Tsche­cho­slowakei (KPČ) in Unga­risch-Brod. Als Orts­gruppen­leiter von Schumitz zieht Mikuláš Jančář bis zu seiner Fest­nahme am 5. März 1942 Mitglieds­beiträge ein, sorgt für die Weiter­verbreitung von kommu­nistischem Schrift­material und beteiligt sich im Auftrag von Walter Berger am Transport von Waffen und Munition. Er sam­melt außerdem Spenden zugunsten von Familien fest­genom­mener Kommunisten.
Am 18. März 1943 verurteilt der „Volks­gerichts­hof” ihn zu­sammen mit Jaroslav Šprišl, Walter Berger und zwei weiteren Ange­klagten wegen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat und Feind­begünstigung” zum Tode. Mikuláš Jančář wird am 16. August 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichts­hofs” gegen Jaroslav Šprišl und andere vom 21. Dezember 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 348

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Jaroslav Šprišl und andere vom 18. März 1943

Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 348

Vollstreckungsbericht der Todesstrafe gegen Mikuláš Jančář und andere Verurteilte, 18. August 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 348

Sterbeurkunde von Mikuláš Jančář vom 17. August 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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