Václav Jandečka
Ende März 1939 – nach der Annexion der Sudeten durch das Deutsche Reich und dem Verbot der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) – gewinnt ihn sein Bekannter Erhard Lammel für die Mitarbeit in der illegalen KPČ. Dieser ist Mitglied der Landesleitung und sucht den Wiederaufbau seiner Partei in den Sudeten im Untergrund voranzutreiben. Ende 1940 wird Václav Jandečka stellvertretender Gebietsleiter von Brüx-Teplitz sowie Verbindungsmann zur Parteizentrale in Prag. Bis zu seiner Festnahme am 13. Juni 1941 fertigt er er unter anderem Stimmungsberichte aus dem Gebiet Brüx an, rekrutiert Funktionäre für die Mitarbeit und wirkt als Kurier.
Der „Volksgerichtshof” verurteilt Václav Jandečka am 14. Oktober 1942 zusammen mit Erhard Lammel und drei weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Alle fünf Männer werden am 1. Februar 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Václav Jandečka
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Erhard Lammel und andere vom 14. Oktober 1942
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/2
Gnadengesuch von Václav Jandečka mit Übersetzung, undatiert [vermutlich Oktober 1942]
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/2
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Václav Jandečka und weitere Personen, Februar 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/1
Sterbeurkunde von Václav Jandečka vom 2. Februar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





















