Miroslav Jandera


Erkennungsdienstliche Aufnahme der Gestapo von Miroslav Jandera
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-460-12
Jandera wird im März 1941 von seinem Schulfreund Václav Dědek für eine nachrichtendienstliche Tätigkeit angeworben. Er sammelt für das sowjetische General­konsulat in Prag Berichte über die Stimmung in der Be­völkerung sowie Informationen über die durch Böh­misch-Trübau verlaufenen Truppen- und Kriegsmaterial­transporte der deutschen Wehrmacht und entwendet bei den BME Skizzen von lokalen Bahnhöfen, von denen Dědek Kopien anfertigt. Als Kurier bringt er diese Berich­te nach Prag. Außerdem ist er mit seinem Kollegen Zdeněk Pospíšil an der Vervielfältigung und Weitergabe der neuen Fahrdienstordnung beteiligt, die unter ande­rem die Durchfahrtszeiten für vorgeseh­ene Truppen- und Kriegsmaterialtransporte enthält.
Miroslav Jandera, Václav Dědek und weitere in den Fall verwickelte Männer werden festgenommen und vom 5. Senat des „Volksgerichtshofs” am 6. Mai 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle acht zum Tode Verurteilten werden am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Miroslav Jandera vom 12. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-460-7
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Miroslav Jandera vom 6. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-460-7
Sterbeurkunde von Miroslav Jandera vom 15. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


















































