František Janeček

18. August 1896, Olmütz (Olomouc) – 16. Juni 1943
František Janeček

Erkennungsdienstliche Aufnahme von František Janeček, 1940

Bundesarchiv R 3017/14671

František Janeček wird von Beruf Eisen­bahnkanzleiex­pedient. Während des Ersten Welt­krieges gehört er der Tschecho­slowakischen Legion an.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich der nationalen Widerstands­bewegung an. Ab April 1939 verbreitet er Flugblätter, die sich gegen die Besatzung richten, sowie die Flugschrift der Widerstands­bewegung „V boj” („In den Kampf”). Ein Gemeindesekre­tär macht ihn Mitte Januar 1940 mit Stanislav Livečka bekannt.
Wenig später erstellt František Janeček für den Oberst­leutnant a. D. Rudolf Feistmantl unter anderem Berichte über die Anzahl deutscher Eisenbahn­transporte durch Olmütz (Olomouc). Dieser arbeitet der Orga­nisation von Miloš Bondy zu, die wiederum in engem Kontakt steht zur geheimen Militärorganisa­tion Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation).
Er wird zusammen mit Stanislav Livečka am 24. April 1940 festgenommen. Am 21. November 1942 werden beide vom 1. Senat des „Volksgerichts­hofs” zusammen mit Artur Schwarz und elf weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat” zum Tode verur­teilt.
František Janeček wird am 16. Juni 1943 in Berlin-Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des Oberreichsanwalts beim „Volksgerichtshof“ gegen Artur Schwarz und andere vom 15. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Schwarz und andere vom 21. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Sterbeurkunde von František Janeček vom 17. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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