František Janík
Seit Frühjahr 1939 wird von tschechischen Widerstands­kreisen im „Protektorat” die gegen die deutsche Besat­zung gerichtete Zeitschrift „V boj” („In den Kampf”) herausgegeben. Im November 1939 werden der Heraus­geber und mehrere Mitarbeiter festgenommen. Zwischen Ende 1939 und Februar 1940 wird die Herstel­lung der Zeitschrift in der Wohnung von Ladislav Brázda fortgeführt und kann von 300 auf 900 Stück pro Ausgabe erhöht werden. Ende Februar werden die Schreibma­schine, der Vervielfältigungsapparat und das Papier in den Keller des Amtes für soziale und wirtschaftliche Planung in Prag verlagert, wo die Herstellung der Zeit­schrift bis Ende Mai fortgesetzt und auf 2.000 Stück pro Folge erhöht wird. Unter Mithilfe von František Janík, der dort als Hausmeister angestellt ist und in dem Raum ne­benbei eine Buchbinderei betreibt, werden Abzüge ange­fertigt und die fertigen Exemplare zu den Hauptverteiler­stellen gebracht.
Er wird am 13. September 1940 festgenommen und am 15. April 1942 gemeinsam mit Ladislav Brázda vom 1. Se­nat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Beide Männer werden am 7. August 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Janík
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen František Janík und weitere Angeklagte vom 15. April 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-298-7
Bericht der Prager Gestapo mit Lichtbildern der Herstellungswerkstatt „V boj”, 1940
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-298-1
Gnadengesuch von Josefa Janík für ihren Mann an Adolf Hitler, Juni 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-298-8
Bekanntmachung der Vollstreckung der Hinrichtung von František Janík und Ladislav Brázda vom 7. August 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-298-9

































