Johann Janoušek

27. November 1897, Hohenmauth (Vysoké Mýto) – 26. August 1942
Johann Janoušek

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Johann Janoušek, 1940

Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. II

Der Sohn eines Fuhr­manns erlernt nach der Volks­schule das Schlosser­handwerk. 1915 wird er zur öster­reichisch-unga­rischen Armee einge­zogen und arbeitet als Schlos­ser in einem Flug­arsenal bei Wien. Seit seiner Jugend gehört er der patriotisch geprägten Turner­vereinigung Sokol an. Nach Kriegs­ende und der Gründung der Tsche­cho­slowakei ist er als technischer Beamter beim Tsche­choslo­wakischen Flieger­regiment und ab 1924 als Refe­rent für Flug­wesen im tschecho­slowa­kischen Vertei­digungs­minis­terium tätig.
Zum Zeit­punkt der Auflösung der tschecho­slowa­kischen Streit­kräfte am 15. März 1939 hat Johann Janoušek den Rang eines Ober­leutnants der Flieger inne.
Johann Janoušek schließt sich nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht der militä­rischen Wider­stands­organi­sation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) an, die vor allem aus ehemali­gen Offizieren besteht und den bewaff­neten Auf­stand plant. Unter anderem orga­nisiert er den Transfer tsche­chischer Bürger ins westliche Ausland, die sich der im Aufbau befind­lichen Auslands­armee anschließ­en wollen.
Er wird festge­nommen und am 18. März 1942 vom „Volks­gerichtshof” zusammen mit Miroslav Filipec und Otakar Sviták wegen „Landes­verrat, Feind­begüns­tigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verur­teilt. Alle drei Männer werden am 26. August 1942 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Johann Janoušek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Janoušek und andere vom 18. März 1942

Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. I

Übersetzung eines Briefs von Johann Janoušek an seinen Verteidiger vom 28. März 1942, den dieser im Nachgang zu seinem Gnadengesuch nachreicht

Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. II

Bekanntmachung der Hinrichtung von Johann Janoušek und anderen, plakatiert 1942 in Prag

Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. I

Sterbeurkunde von Johann Janoušek vom 26. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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