Johann Janoušek
Zum Zeitpunkt der Auflösung der tschechoslowakischen Streitkräfte am 15. März 1939 hat Johann Janoušek den Rang eines Oberleutnants der Flieger inne.
Johann Janoušek schließt sich nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht der militärischen Widerstandsorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) an, die vor allem aus ehemaligen Offizieren besteht und den bewaffneten Aufstand plant. Unter anderem organisiert er den Transfer tschechischer Bürger ins westliche Ausland, die sich der im Aufbau befindlichen Auslandsarmee anschließen wollen.
Er wird festgenommen und am 18. März 1942 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Miroslav Filipec und Otakar Sviták wegen „Landesverrat, Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle drei Männer werden am 26. August 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Johann Janoušek
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Janoušek und andere vom 18. März 1942
Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. I
Übersetzung eines Briefs von Johann Janoušek an seinen Verteidiger vom 28. März 1942, den dieser im Nachgang zu seinem Gnadengesuch nachreicht
Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. II
Bekanntmachung der Hinrichtung von Johann Janoušek und anderen, plakatiert 1942 in Prag
Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. I
Sterbeurkunde von Johann Janoušek vom 26. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung






































