Josef Jánský

30. Januar 1909, Klattau (Klatovy) – 7. September 1943
Josef Jánský

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Jánský, 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351

Josef Jánský wird am 30. Januar 1909 in Klatovy geboren und ist zuletzt als Bauar­beiter beim Bau eines Eisenbahn­tunnels in Prag-Weinberge und Prag-Nusle beschäf­tigt.
Er wird im November 1942 von einem Kollegen für eine Betriebszelle der 1938 verbotenen Kom­mu­nistischen Partei der Tschechoslowakei (Komunistická strana Československa, kurz: KSČ) angeworben, entrichtet Mitgliedsbeiträge zur Unter­stüt­zung der Familien In­haftierter und wirbt einen weiteren Kollegen für die Betriebs­zelle an. Mehrmals erhält er verbotene kom­munistische Druckschriften.
Der Arbeiter wird am 5. März 1943 fest­genommen und am 18. Mai 1943 zusam­men mit sieben seiner Kollegen vom 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorberei­tung eines hochverräterischen Unter­nehmens und zu­gleich wegen Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Der Vater von fünf Kindern wird am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Jánský und weitere Angeklagte vom 18. Mai 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351

Gnadengesuch für Josef Jánský von seiner Ehefrau und den gemeinsamen Kindern vom 17. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/12538

Gesuch von Josef Jánský um Wieder­aufnahme des Verfahrens vom 17. August 1943 mit Übersetzung, eingereicht von seinem Pflichtver­teidiger am 27. September 1943

Bundesarchiv R 3017/12538

Sterbeurkunde von Josef Jánský vom 9. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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