František Jaroš
Anfang 1940 gewinnt ihn der Verwalter im Elektrizitätswerk Pavel Erban für die auftragsmäßige Herstellung der Zeitschrift „V boj” („In den Kampf”), der bedeutendsten illegalen Zeitschrift des nichtkommunistischen Widerstands im „Protektorat Böhmen und Mähren”. Pavel Erban rekrutiert außerdem den Briefträger Josef Pražák.
Mit dessen Vervielfältigungsapparat reproduzieren sie 20 verschiedene Ausgaben des „V boj” in einer Auflage von je 200 Exemplaren. Ende 1940 vervielfältigen sie außerdem die illegale Zeitschrift „Český kurýr”, die Pavel Erban an Adressen in Prag weiterleitet. František Jaroš stellt zeitweise seine Wohnung zur Verfügung.
Die drei Männer werden Mitte Februar 1942 festgenommen und vom „Volksgerichtshof” am 19. April 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle drei werden am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Pavel Erban und andere vom 17. Februar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-287-8
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Pavel Erban und andere vom 19. April 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-287-8
Sterbeurkunde von František Jaroš vom 9. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von František Jaroš, 15. September 1943
Bundesarchiv R 3017/37409




















