František Jaroš

29. September 1888, Groß-Bürglitz (Velký Vreštov) – 7. September 1943
František Jaroš arbeitet als Schuldiener in Horschitz (Hořice). Seit 1919 ist er Mitglied der reformistischen Tschechoslo­wakischen Sozialistischen Partei (ČSNS) von Edvard Beneš und Abgeordneter im Gemeinde­ausschuss.
Anfang 1940 gewinnt ihn der Verwalter im Elektrizitäts­werk Pavel Erban für die auftragsmäßige Herstellung der Zeit­schrift „V boj” („In den Kampf”), der bedeutends­ten ille­galen Zeitschrift des nichtkommu­nistischen Wider­stands im „Protektorat Böhmen und Mähren”. Pavel Erban rekrutiert außerdem den Brief­träger Josef Pražák.
Mit dessen Verviel­fälti­gungsapparat reproduzieren sie 20 verschiedene Ausgaben des „V boj” in einer Auf­lage von je 200 Exem­plaren. Ende 1940 vervielfälti­gen sie außerdem die illegale Zeitschrift „Český kurýr”, die Pavel Erban an Adressen in Prag weiterleitet. František Jaroš stellt zeitweise seine Wohnung zur Verfügung.
Die drei Männer werden Mitte Februar 1942 festgenom­men und vom „Volks­gerichts­hof” am 19. April 1943 wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” zum Tode verur­teilt. Alle drei werden am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volks­gerichts­hofs” gegen Pavel Erban und andere vom 17. Februar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-287-8

Urteil des „Volks­gerichts­hofs” gegen Pavel Erban und andere vom 19. April 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-287-8

Sterbeurkunde von František Jaroš vom 9. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von František Jaroš, 15. September 1943

Bundesarchiv R 3017/37409

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