Josef Jaroš


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Jaroš, 1939
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-350-7
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich Ende August 1939 auf Initiative von Professor Robert Konečný der zivilen Widerstandsgruppe Politische Zentrale (PÚ – Politické ústředí) an, die dann mit der Militärgruppe Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) fusioniert.
Josef Jaroš wird Kassierer der Zivilgruppe für das Land Mähren. Deren Finanzierung soll über Spendensamm­lungen für vermeintlich soziale Zwecke sichergestellt werden. Er selbst stellt der Organisation größere Summen aus Eigenmitteln zur Verfügung.
Die „Intelligenz- oder Professorengruppe” wird enttarnt und Josef Jaroš am 20. November 1939 festgenommen. Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 9. Juni 1942 zu­sammen mit Professor Jan Uher und weiteren drei Ange­klagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum To­de.
Die Todesurteile werden vor dem Hintergrund des Attentats auf den stellvertretenden „Reichsprotektor” Reinhard Heydrich „aus Gründen der Abschreckung” gesprochen. Dieser war am 4. Juni 1942 seinen Verletzungen erlegen. Josef Jaroš wird am 27. Oktober 1942 in Plötzensee er­mordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Jaroš
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Jaroš und andere vom 27. Januar 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-201-1
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Jaroš und andere vom 9. Juni 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-201-1
Bekanntmachung der Hinrichtung von Jan Uher, Josef Jaroš, Antonín Slavík und Jaroslav Skryja, plakatiert in Brünn
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-350-24
Sterbeurkunde von Josef Jaroš vom 28. Oktober 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

































































