Karel Jaroš
Von 1936 bis zur Annexion des Sudetengebiets im Herbst 1938 leitet er die politische Abteilung der Polizeidirektion in Reichenberg (Liberec). Anschließend ist er wieder bei der Polizeidirektion in Prag tätig und zuletzt stellvertretender Bezirksleiter des Polizeikommissariats Prag-Karolinental.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt sich Karel Jaroš der nationalen Widerstandsbewegung an und wird Mitglied der gehei­men Militärorganisation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation). Er leitet Informationen von Mitarbei­tern des Polizeidiensts und verschiedener Behörden des „Protektorats Böhmen und Mähren” weiter und organisiert die Herstellung gefälschter Ausweise.
Er wird am 3. Mai 1940 festgenommen und am 12. Juni 1942 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit acht weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Karel Jaroš wird am 18. Dezember 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefäng­nisses Plötzensee von Karel Jaroš
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 14. Januar 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-352-2
Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 12. Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV
Übersetzung des Abschiedsbriefs von Karel Jaroš an seine Frau Inka vom 18. Dezember 1942
Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV
Bekanntmachung der Hinrichtung von Karel Jaroš und anderen, plakatiert Ende Dezember 1942 in Prag
Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV














































































