Eduard Jaroslavsky

2. Januar 1896, Wien – 16. September 1941
Eduard Jaroslavsky wird am 2. Januar 1896 in Wien geboren und erlernt nach dem Besuch der Volks- und Bürgerschule das Handwerk der Schuhfabrikation. Er kämpft als Soldat im Ersten Weltkrieg und ist ab 1919 bis zu seiner Festnahme im Januar 1940 fast ununterbro­chen in Schuhfabriken beschäftigt. Zwischen 1919 bis zu deren erzwungener Auflösung 1934 ist er Mitglied in der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) und be­kleidet dort teilweise die Stellung eines Bildungsreferen­ten.
Jaroslavsky arbeitet seit 1937 für die verbotene Kommu­nistische Partei Österreichs (KPÖ). Als Kreis-, später Be­zirksleiter informiert er sich laufend über die Lage der Arbeiterschaft in den Metall- und Holzbetrieben, die Lohnverhältnisse und die Stimmung unter den Arbei­terinnen und Arbeitern.
Darüber hinaus ist er für die Anfertigung und Verteilung illegaler, gegen die NS-Herrschaft gerichteter Flugschrif­ten verantwortlich und sammelt bei Mitgliedern der anderen kommunistischen Zellen monatliche Beiträge ein, die für Parteizwecke verwendet werden.
Eduard Jaroslavsky wird am 11. Juni 1941 vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 16. September 1941 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Eduard Jaroslavsky

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Eduard Jaroslavsky und weitere Personen vom 19. Dezember 1940

Bundesarchiv R 3017/20650

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Eduard Jaroslavsky und weitere Personen vom 11. Juni 1941

Bundesarchiv R 3017/20650

Sterbeurkunde von Eduard Jaroslavsky vom 16. September 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Eduard Jaroslavsky vom 16. September 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-49-10

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