Václav Jasanovský
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die deutsche Wehrmacht schließt sich Václav Jasanovský dem Widerstand gegen das NS-Besatzungsregime an und unterstützt nach dem Verbot der Sokol-Organisation im Oktober 1941 notleidende Hinterbliebene von festge­nommenen und ermordeten Funktionären.
Ende Oktober 1942 – nach dem Attentat auf den stell­vertretenden „Reichsprotektor von Böhmen und Mähren” Reinhard Heydrich vom 27. Mai 1942 in Prag – wird Václav Jasanovský wie zahlreiche andere Sokol-Ange­hörige festgenommen.
Am 5. August 1943 wird er vom 5. Senat des „Volksge­richtshofs” zusammen mit Gustav Andres und sechs weiteren Angeklagten zum Tode verurteilt. Alle acht Männer werden am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Organigramm des Kreiskommandos IV der Sokol-Organisation in Böhmen, Ende 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-343-1
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Gustav Andres und andere vom 5. August 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-343-1
Sterbeurkunde von Václav Jasanovský vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019




































