Emile Jean

22. Juli 1914, Paris – 13. Oktober 1943
Emile Jean dient im Zweiten Weltkrieg als Flieger in der französischen Armee. Im Sommer 1943 kommt er als „Zivilarbeiter“ nach Deutschland und wird in Berlin-Charlottenburg bei der Firma Präwema (Präzisions­werkzeugmaschinen) als Dreher beschäftigt.
Am 4. September 1943 wird bei einem Luftangriff das Wohnlager der Zwangsarbeiter zerstört und eine angrenzende Laubenkolonie beschädigt. Jean und die Französin Lucienne Tassin entwenden aus einer Laube mehrere Gegenstände. Dafür verurteilt sie das Sonder­gericht VI bei dem Landgericht Berlin am 24. September 1943 zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird der verheiratete Emile Jean, Vater eines fünf Monate alten Kindes, am 13. Oktober 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Emile Jean

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Gnadengesuch der Société Française de Mécanique für ihren ehemaligen Mitarbeiter Emile Jean, 1. Oktober 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3813/1

Ablehnung der Gnadengesuche von Emile Jean und Lucienne Tassin durch den Reichsminister der Justiz, 6. Oktober 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3813/7

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Emile Jean, 13. Oktober 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3813/4

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