Bedřich Jetonický

26. Mai 1908, Tschaslau (Čáslav) – 9. September 1943
Bedřich Jetonický

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Bedřich Jetonický, 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-14

Bedřich Jetonický kommt am 26. Mai 1908 in Tschaslau (Čáslav) zur Welt. Nach der Schulzeit wird er Berufs­offizier in der Tschechoslowakischen Armee und hat zuletzt den Rang eines Oberleutnants inne.
Nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch die Wehr­macht und der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mäh­ren” schließt er sich der nationalen Widerstandsbewe­gung an. Unter anderem arbeitet er mit einer Gruppe tsche­chischer Postangestellter zusammen, die unter Deck­adressen Nachrichten sammeln und militä­rische und andere Informationen per Funk weitergeben.
Nach seiner Festnahme wird Bedřich Jetonický am 28. Mai 1943 zusammen mit Antonín Kulička, Ladislav Lukeš, Ferdinand Malina, Josef Oliva und Jan Weil vom 2. Senat des „Volksgerichts­hofs” wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Er wird im Alter von 35 Jahren am 9. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Bedřich Jetonický und weitere Personen vom 10. April 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Bedřich Jetonický und weitere Angeklagte vom 28. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-1

Gnadengesuch von Bedřich Jetonický mit Übersetzung vom 1. Juni 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-14

Ablehnung des Gnadenerweises für Bedřich Jetonický durch die Gestapo vom 5. Juni 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-14

Sterbeurkunde von Bedřich Jetonický vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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