František Ježek
1938 besucht František Ježek in Prag verschiedene öffentliche politische Versammlungen, während einer davon lernt er einen Funktionär der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) kennen, mit dem er in Kontakt beibt. Nach dem im Dezember 1938 erfolgten Verbot der KPČ wird die politische Arbeit vielerorts illegal fortgesetzt und nach der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” noch beschleunigt. František Ježek wird im Juli 1939 für die illegale KPČ im Kreis Prag-Stadt aktiv als Funktionär für Gewerkschaftsfragen, für die er seine vorhandenen Kontakte nutzt, und wird auch Teil der Kreisleitung.
Der verheiratete Familienvater wird am 7. März 1941 festgenommen und am 21. September 1942 vom 5. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Sein Verteidiger versucht noch, mittels dessen Fachkenntnissen eine Strafmilderung für František Ježek zu erreichen. Das Verfahren wird kurzzeitig ausgesetzt, die Erfindungsvorschläge auf Kriegswichtigkeit hin geprüft und schließlich abgelehnt.
František Ježek wird am 25. Mai 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Karel Gerlich und František Ježek vom 21. September 1942
Bundesarchiv R 3017/10051
Gnadengesuch von Marie Ježek für ihren Ehemann František Ježek vom 10. Oktober 1942
Bundesarchiv R 3017/10052
Anordnung der Untersuchung der Kriegswichtigkeit von František Ježeks Erfindungen (Aussetzung der Gnadenentschließung) durch den Reichsjustizminister vom 24. Dezember 1942
Bundesarchiv R 3017/10052
Schreiben des Reichsministers der Luftfahrt, dass an František Ježeks Erfindungsvorschlag nach Prüfung kein Interesse besteht, vom 28. Februar 1943
Bundesarchiv R 3017/10052
Bekanntmachung der Hinrichtung von František Ježek im Juni 1943 in Prag
Bundesarchiv R 3017/10052


























