František Ježek

10. September 1905, Schloß Saar (Zámek Žďár) – 25. Mai 1943
Der Sohn eines Kutschers lässt sich zum Maschinen­schlos­ser ausbilden und ist nach dem Besuch einer Maschinen­fachschule als Werk­meister in einer Motoren­fabrik in Prag tätig. Er leistet seinen Militär­dienst in der Tschecho­­slowa­kischen Armee und gehört ab 1924 dem sozial­demo­kra­tisch ausgerichteten Metall­arbeiter­verband an, 1933 wechselt er in den Verband der Angestellten und Meister der Metall­industrie.
1938 besucht František Ježek in Prag verschie­dene öffentliche politische Versammlungen, während einer davon lernt er einen Funktionär der Kommu­nistischen Partei der Tschecho­slowakei (KPČ) kennen, mit dem er in Kontakt beibt. Nach dem im Dezember 1938 erfolgten Verbot der KPČ wird die politische Arbeit vielerorts illegal fortgesetzt und nach der Errichtung des „Protek­torats Böhmen und Mäh­ren” noch beschleunigt. František Ježek wird im Juli 1939 für die illegale KPČ im Kreis Prag-Stadt aktiv als Funktionär für Gewerk­schafts­fragen, für die er seine vorhandenen Kontakte nutzt, und wird auch Teil der Kreis­leitung.
Der verheiratete Familien­vater wird am 7. März 1941 festge­nommen und am 21. Sep­tember 1942 vom 5. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt. Sein Verteidiger versucht noch, mittels dessen Fach­kenntnissen eine Strafmilde­rung für František Ježek zu erreichen. Das Verfahren wird kurzzeitig ausgesetzt, die Erfin­dungs­vorschläge auf Kriegs­wichtigkeit hin geprüft und schließlich abgelehnt.
František Ježek wird am 25. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Karel Gerlich und František Ježek vom 21. September 1942

Bundesarchiv R 3017/10051

Gnadengesuch von Marie Ježek für ihren Ehemann František Ježek vom 10. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/10052

Anordnung der Untersuchung der Kriegswichtigkeit von František Ježeks Erfindungen (Aussetzung der Gnadenentschließung) durch den Reichsjustizminister vom 24. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/10052

Schreiben des Reichsministers der Luftfahrt, dass an František Ježeks Erfindungsvorschlag nach Prüfung kein Interesse besteht, vom 28. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/10052

Bekanntmachung der Hinrichtung von František Ježek im Juni 1943 in Prag

Bundesarchiv R 3017/10052

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