Josef Jirka


Aufnahme von Josef Jirka
Publikation Ministerstvo obrany (Hg.): Vojenské osobnosti československého odboje 1939 - 1945, Prag 2005
Nach seiner Rückkehr in die neu gegründete Tschecho­slowakei 1920 wird er von der Tschechoslowakischen Armee übernommen, zuletzt ist er Oberstleutnant im Generalstab. Nach der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mäh­ren” im Frühjahr 1939 und der zwangsweisen Auflösung der tschechoslowa­kischen Streitkäfte erhält er im Sommer eine Anstellung als Beamter der Obersten Preisbehörde.
Jirka wird im Frühsommer 1939 von einem ihm bekann­ten Offizier für die Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) als Stabschef im Befehlsbereich Groß-Prag angeworben. Die Organisation tschechoslowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats” gebildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen. Nach der Aufforderung von General Bedřich Homola, der die Leitung des General­stabs der Geheimarmee inne hat, wirbt Jirka zur Vervoll­ständigung des Stabes einen Nachrichten- und Mate­rialoffizier an. Zwischen Juni und Oktober 1939 steht er mit Homola in laufender Verbindung.
Josef Jirka wird am 6. Februar 1940 festgenommenund vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 29. April 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Er wird am 12. September 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Josef Jirka
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Gutachten der SS zu den Tätigkeiten von Josef Jirka und weiterer Angeklagter vom 6. Januar 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-218-10
Gutachten des OKW zu den Tätigkeiten von Josef Jirka und weiterer Angeklagter vom 12. Februar 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-218-4
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Jirka und weitere Angeklagte vom 29. April 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-218-6
Sterbeurkunde von Josef Jirka vom 12. September 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

































