Václav Jiskra

13. März 1902, Rostock/Prag (Roztoky/Praha) – 8. September 1943
Václav Jiskra

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Václav Jiskra, 1942

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II

Václav Jiskra erlernt nach der Volksschule das Schlosser­handwerk und arbeitet anschließend in einer Prager Firma. 1926 beginnt er bei den Prager Stadtwerken als Straßenbahnschaffner tätig zu werden, 1927 wird er Mitglied im Verband der Straßenbahn-An­gestellten.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und dem Verbot der KPČ wird Václav Jiskra im November 1941 durch einen Kollegen für Mitarbeit in der illegalen Tschechoslowakischen Kommunistischen Partei (KPČ) angeworben und wird innerhalb der neu gegründeten Straßenbahnerorganisation Leiter sowie Kassierer der Wagenhalle-Betriebszelle in Prag-Kobilis. Im Juni 1942 zählt die aus mehreren Betriebszellen bestehende illegale Straßenbahnerorganisation 149 Mit­glieder sowie etwa 400 Sympathisanten.
Václav Jiskra wird am 24. Juli 1942 festgenommen und am 3. Juni 1943 vom „Volksgerichts­hof” zusammen mit Jaroslav Pospíšil, Vojtěch Mašek, Karel Popelka, Emil Uher und Josef Žerovnický wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt. Alle sechs Männer werden in der Nacht zum 8. September während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Organigramm der Betriebszellen der Straßenbahner und Autobusschaffner der illegalen KPČ in Prag, um 1942

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Jaroslav Pospíšil und andere vom 3. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. I

Leumundszeugnis der Stadtwerke Prag für Václav Jiskra vom 17. Juli1943

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II

Sterbeurkunde von Václav Jiskra vom 11. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Mitteilung der Vollstreckung des Urteils gegen Václav Jiskra und weitere Personen an das Reichsjustiz­ministerium, 14. September 1943

Bundesarchiv R 3001/147425

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