Heinz Joachim
Im Sommer 1940 freundet sich Joachim mit dem aus der zionistischen Jugendbewegung kommenden Siegbert Rotholz an. Während der Zwangsarbeit in der 133. Abteilung, der circa 500 Arbeiter umfassenden „Judenabteilung“ im Siemens-Elektromotorenwerk in Berlin-Spandau lernt er Herbert Baum kennen, dessen Gruppe er sich mit seinem Freundeskreis anschließt.
Joachim organisiert einen Vervielfältigungsapparat zur Herstellung von Flugblättern und beteiligt sich am Brandanschlag gegen die antisowjetische Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies” im Berliner Lustgarten am 18. Mai 1942.
Kurz darauf wird die Gruppe enttarnt. Heinz Joachim wird zusammen mit Herbert Baum am 22. Mai 1942 an seiner Arbeitsstelle festgenommen und am 18. August 1942 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Heinz Joachim
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Meldung über den Brandanschlag auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies“, 19. Mai 1942
Bundesarchiv NS 19/1771
Schlussbericht der Stapoleitstelle Berlin über die Gruppe um Herbert Baum und den Brandanschlag auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies”, 27. August 1942
Bundesarchiv R 3018/1642
Sterbeurkunde von Heinz Joachim vom 18. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


















