Erich John

12. November 1912, Neunkirchen/Saar – 16. August 1937
Erich John studiert einige Semester an der Universität Gießen. Er ist Angehöriger der SA und Truppführer beim „Reichs­arbeitsdienst”. Gemeinsam mit seinem Vetter Hermann John leitet er Nachrichten über geplante Verteidigungsmaßnahmen auf dem linken Rheinufer an den französischen Nachrichtendienst weiter.
Am 16. April 1937 wird er vom 3. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt und am 16. August 1937 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Erich John

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Tenor des Urteils des „Volksgerichtshofs” gegen Erich und Hermann John, 16. April 1937

Bundesarchiv R 3018/11292

Berlin-Plötzensee, den 21. April 1937.

An den Herrn Reichsanwalt beim Volksgerichtshof
in Berlin W 9, Bellevuestr. 15

Betr: Gnadengesuch!

Ich sehe die Berechtigung des Urteils nach der Gesetzeslage ein. Eine innere Befriedigung wäre es mir gewesen, soweit es in meinen Kräften steht, den Schaden wieder gut zu machen. In diesem Sinne habe ich das Verhalten in der Voruntersuchung und auch in der Hauptverhandlung eingerichtet und in demseben Sinne würde ich mich auch weiterhin verhalten, wenn mir dazu Gelegenheit gegeben wird. Der Gedanke an eine Vollstreckung des Urteils ist mir weniger wegen des damit verbundenen Endes, sondern deßhalb qualvoll, weil damit allen Wiedergutmachungs-Bestrebungen der Allgemeinheit und auch einzelnen nahestehenden Menschen gegenüber ein Ziel gesetzt ist.

Erich John

Gnadengesuch von Erich John, 21. April 1937

Bundesarchiv R 3018/11292

Ablehnung der Gnadengesuche von Erich und Hermann John, April 1937

Bundesarchiv R 3018/16845

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