Karl John
Karl John, der der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas angehört, wird mit Beginn des Zweiten Weltkrieges zur Wehrmacht einberufen. Er verweigert aus religiösen Gründen jedoch den Dienst an der Waffe.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegssonderstrafrechtsverordnung” in Kraft getreten, nach der die Verweigerung des Militärdienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Karl John wird festgenommen und am 9. März 1940 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt. Am 6. April wird er im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Karl John
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von Karl John vom 6. April 1940
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



