Karl John

21. Dezember 1908, Komotau (Chomutov) – 6. April 1940
Karl John kommt im mehrheitlich deutsch bewohnten Komotau zur Welt, das ab 1918 Teil der Tschecho­slowakischen Republik ist. Nach der Besetzung des Sudetengebietes durch deutsche Truppen wird die Stadt als Teil des Reichsgaus Sudetenland in das Deutsche Reich eingegliedert.
Karl John, der der Glaubens­gemeinschaft der Zeugen Jehovas angehört, wird mit Beginn des Zweiten Weltkrieges zur Wehrmacht einberufen. Er verweigert aus religiösen Gründen jedoch den Dienst an der Waffe.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegssonder­strafrechts­verordnung” in Kraft getreten, nach der die Verweigerung des Militär­dienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Karl John wird festgenommen und am 9. März 1940 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt. Am 6. April wird er im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl John

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Karl John vom 6. April 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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