Rudolf Joksch


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Rudolf Joksch
Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien
Im Herbst 1937 tritt er mit einem Nachrichtenoffizier des Tschechoslowakischen Heeres in Verbindung und wird von ihm beauftragt, Ausspähaufträge auszuführen. Mehr­mals fährt er mit dem Zug nach Österreich, welches im März 1938 nach dem Einmarsch der Wehrmacht dem Deutschen Reich angeschlossen wird, um dort „wehr­wichtige Vorgänge” auszukundschaften. Unter anderem erstattet er Bericht über die Lage von Truppenübungs­plätzen und Flughäfen der Luftwaffe, die Bewegungen einer Panzerdivision und die allgemeine Bewaffnung von verschiedenen Formationen der Wehrmacht.
Rudolf Joksch wird direkt zu Kriegsbeginn am 1. Septem­ber 1939 festgenommen, vom 2. Senat des „Volksge­richtshofs” am 15. Juni 1942 wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt und am 15. Oktober 1942 im Strafgefäng­nis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Rudolf Joksch
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Tenor des Todesurteils des „Volksge­richtshofs” gegen Rudolf Joksch vom 15. Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/26505
Gesuch der Ehefrau Katherina Joksch an den Oberreichsanwalt mit der Bitte um Bewilligung eines Besuchs vom August 1942
Bundesarchiv R 3017/26505
Schreiben von Katherina Joksch mit der Bitte um Überlassung des Leich­nams ihres Mannes
Bundesarchiv R 3017/26505
Bekanntmachung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Rudolf Joksch vom 15. Oktober 1942
Bundesarchiv R 3017/26505










