Anton Jordan


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Anton Jordan, 1942
Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien
Als Angehöriger der Belegschaft der Schiffswerft in Korneuburg wird der Maurer im Herbst 1941 von einem Kollegen für die verbotene Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) angeworben. Er leistet einen monat­lichen Mitgliedsbeitrag von zwei Reichsmark und über­nimmt ab September 1941 die Stelle des Kassierers, der bei den anderen Mitgliedern der kommunistischen Zelle monatliche Beiträge für die KPÖ einsammelt.
Wegen dieser politischen Betätigung wird Anton Jordan am 17. August 1942 vorläufig festgenommen und ge­meinsam mit seinen Kollegen Johann Gruber, Rudolf Alexander, Johann Mühl, Ferdinand Sagerl und Johann Wutzl am 19. Oktober 1942 vom „Volksgerichtshof” an­geklagt.
Der 1. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt ihn am 24. November 1942 wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Auch die Mitangeklagten Gruber, Mühl und Alexander werden zum Tode verurteilt. Ferdinand Sagerl und Johann Wutzl werden zu je acht Jahren Zuchthausstrafe verurteilt.
Anton Jordan wird am 22. Februar 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Anton Jordan
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Anton Jordan und weitere Personen vom 19. Oktober 1942
Bundesarchiv R 3017/25607
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Anton Jordan und andere Angeklagte vom 24. November 1942
Bundesarchiv R 3017/25607
Bekanntmachung der Vollstreckung der Todesurteile gegen Anton Jordan, Rudolf Alexander, Johann Gruber und Johann Mühl vom 22. Februar 1943
Bundesarchiv R 3017/25614
Sterbeurkunde von Anton Jordan vom 23. Februar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

















