Anton Jordan

28. Dezember 1908, Korneuburg – 22. Februar 1943
Anton Jordan

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Anton Jordan, 1942

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien

Anton Jordan wird am 28. Dezember 1908 in Kor­neuburg geboren. Er ist zwischen 1928 und 1930 Mitglied der Sozial­demokra­tischen Partei Österreichs.
Als Angehöriger der Belegschaft der Schiffs­werft in Korneuburg wird der Maurer im Herbst 1941 von einem Kollegen für die verbotene Kommu­nistische Partei Öster­reichs (KPÖ) angeworben. Er leistet einen monat­lichen Mitglieds­beitrag von zwei Reichs­mark und über­nimmt ab September 1941 die Stelle des Kassierers, der bei den anderen Mitgliedern der kommu­nistischen Zelle monatliche Beiträge für die KPÖ einsammelt.
Wegen dieser politischen Betätigung wird Anton Jordan am 17. August 1942 vorläufig festge­nommen und ge­meinsam mit seinen Kollegen Johann Gruber, Rudolf Alexander, Johann Mühl, Ferdinand Sagerl und Johann Wutzl am 19. Oktober 1942 vom „Volks­gerichtshof” an­geklagt.
Der 1. Senat des „Volksge­richtshofs” verurteilt ihn am 24. November 1942 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Auch die Mitangeklagten Gruber, Mühl und Alexander werden zum Tode verurteilt. Ferdinand Sagerl und Johann Wutzl werden zu je acht Jahren Zuchthaus­strafe verurteilt.
Anton Jordan wird am 22. Februar 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Anton Jordan

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Anton Jordan und weitere Personen vom 19. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/25607

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Anton Jordan und andere Angeklagte vom 24. November 1942

Bundesarchiv R 3017/25607

Bekanntmachung der Vollstreckung der Todesurteile gegen Anton Jordan, Rudolf Alexander, Johann Gruber und Johann Mühl vom 22. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/25614

Sterbeurkunde von Anton Jordan vom 23. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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