Josef Jošt


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Jošt, 1940
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-308-9
Zwischen Frühsommer 1939 und Mai 1940 sammelt Jošt innenpolitische, wirtschaftliche und kulturelle Nachrich­ten im „Protektorat” und leitet sie an ehemalige Offiziere der Tschechoslowakischen Armee weiter, die zum Teil Verbin­dungen ins Ausland unterhalten. Mithilfe anderer in diesem Fall angeklagter Männer kann er sich außerdem Nachrichten über bevorstehende Festnahmen der Gestapo beschaffen und die betreffenden Personen warnen. Durch seine zahlreichen Verbindungen verhilft er vielen Menschen zu einer illegalen Ausreise ins Aus­land, wo diese zum Teil in die Tschechoslowakische Legion eintreten.
Josef Jošt wird im Mai 1940 festgenommen und am 24. April 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” we­gen „Landesverrat”, „Feindbegünstigung und Vorberei­tung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Er wird mit drei anderen Verurteilten am 2. Oktober 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Jošt
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Jošt und weitere Angeklagte vom 24. April 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-308-9
Schnellbrief des „Reichsprotektors in Böhmen und Mähren” zum Urteil gegen Josef Jošt und weitere Personen vom 19. August 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-308-9
Ablehnung des Gnadenerweises für Josef Jošt und Karel Kraus vom 17. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-308-9
Sterbeurkunde von Josef Jošt vom 3. Oktober 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
















































































