Štěpán Juřena
Der frühere Sozialdemokrat lernt im August 1941 Fran­tišek Zabloudil kennen, der für die seit 1938 verbo­tenene Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (Komunistická strana Československa, kurz: KSČ) tätig ist. Bei einer Zusammenkunft in seiner Wohnung macht er Zabloudil mit Josef Mišák bekannt, der sich bereit erklärt, für den Ortsteil Olmütz-Podol als Funktionär tätig zu werden und weitere Mitglieder für die nun illegale KSČ anzuwerben. Juřena ist als Funktionär für das Vorstadt­gebiet Olmütz-Powel ebenfalls am Aufbau einer illegalen kommunistischen Betriebszelle beteiligt, sammelt Mit­gliedsbeiträge ein und nimmt an weiteren Zusammen­künften mit anderen Funktionären teil.
Er wird am 29. Mai 1942 festgenommen und vom 1. Se­nat des „Volksgerichtshofs” am 29. Juni 1943 wegen „Vor­bereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Štěpán Juřena wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Štěpán Juřena und weitere Personen vom 4. Mai 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 313
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Štěpán Juřena und weitere Angeklagte vom 29. Juni 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 313
Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für Štěpán Juřena und weitere Verurteilte vom 7. September 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 313
Sterbeurkunde von Štěpán Juřena vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

















































