Štěpán Juřena

14. Dezember 1900, Halenkowitz (Halenkovice) – 8. September 1943
Štěpán Juřena wird am 14. Dezember 1900 in Halen­kowitz geboren und arbeitet als Gärtner in Olmütz.
Der frühere Sozialdemokrat lernt im August 1941 Fran­tišek Zabloudil kennen, der für die seit 1938 ver­bo­tenene Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (Komunis­tická strana Československa, kurz: KSČ) tätig ist. Bei einer Zusammenkunft in seiner Wohnung macht er Zabloudil mit Josef Mišák bekannt, der sich bereit erklärt, für den Ortsteil Olmütz-Podol als Funktionär tätig zu werden und weitere Mit­glieder für die nun illegale KSČ anzuwer­ben. Juřena ist als Funktionär für das Vorstadt­gebiet Olmütz-Powel ebenfalls am Aufbau einer illegalen kommunistischen Betriebszelle beteiligt, sammelt Mit­glieds­beiträge ein und nimmt an weiteren Zusammen­künften mit anderen Funktionären teil.
Er wird am 29. Mai 1942 festgenommen und vom 1. Se­nat des „Volksgerichtshofs” am 29. Juni 1943 wegen „Vor­bereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Štěpán Juřena wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafge­fängnis Berlin-Plöt­zensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Štěpán Juřena und weitere Personen vom 4. Mai 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 313

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Štěpán Juřena und weitere Angeklagte vom 29. Juni 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 313

Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für Štěpán Juřena und weitere Verurteilte vom 7. September 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 313

Sterbeurkunde von Štěpán Juřena vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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