Bronislaw Jurgaitis

8. Mai 1909, Stawropol – 12. April 1943
Der Sohn eines Offiziers wird in Südruss­land geboren. Die Familie siedelt 1923 nach Litauen über. Als das Land 1940 durch die Sowjet­union besetzt wird, erhält er die sowjetische Staats­Mangehörigkeit.
Bronislaw Jurgaitis wird Bauingenieur, arbeitet im litau­ischen Staats­dienst als Bauleiter bei verschiedenen Un­ternehmen und übernimmt vermittelnde Aufgaben im Holz­handel zwischen Litauen und der Sowjetunion. Schließlich wird er als technischer Zeichner im Hoch­bauamt in Memel eingestellt.
Seit Oktober 1940 führt er Erkundungs­aufträge für ein sowjetisches Spionage­netz aus. Er beschafft unter anderem geheimes Material über die deutschen mili­tärischen Vorbe­reitungen und stellt seine Wohnung zur Installation eines geheimen Senders zur Verfügung.
Bronislaw Jurgaitis wird am 1. Februar 1943 vom 4. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „landes­verräterischer Ver­abredung und Feindbe­günstigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 12. April 1943 in Berlin-Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Bronislaw Jurgaitis vom 8. September 1942

Bundesarchiv R 3017/27627

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Bronislaw Jurgaitis vom 1. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/11250

Sterbeurkunde von Bronislaw Jurgaitis vom 13. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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