Vladimír Kadeřávek

22. Januar 1898, Gitschin (Jičín) – 7. August 1942
Vladimír Kadeřávek

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Vladimír Kadeřávek, 1939

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-225-18

Der Sohn eines Schul­dieners besucht bis zu seinem 18. Lebensjahr das Gymnasium in Jičín (Gitschin). Im Ersten Weltkrieg kämpft er in einm öster­reichisch-unga­rischen Regiment an der italie­nischen und russischen Front. Nach Kriegsende dient er als Leutnant d. R. in der neu gegründeten Tschechoslo­wakischen Armee, anschließend erfolgt die Beför­derung zum Major. Ab Dezember 1936 ist er im Verteidi­gungs­ministerium für die Ausstattung von Militär­anlagen mit Telefonen und Funk­geräten zuständig.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht kann der Oberst­leutnant Štěpán Adler Vladimír Kadeřávek für die Mitarbeit in der neu gegrün­deten Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidi­gung der Nation) gewinnen, die den bewaffneten Auf­stand plant. Der Funk­offizier übernimmt die Leitung des Nachrichten­wesens im Stab des Landes­kommandos Böhmen.
Am 13. Dezember 1939 wird Vladimír Kadeřávek von der Gestapo festge­nommen. Am 3. Dezember 1941 verurteilt der „Volksge­richtshof” ihn zusammen mit Štepán Adler und Vladimír Miklenda wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat in Tat­einheit mit Feindbegüns­tigung” zum Tode. Alle drei Männer werden am 7. August 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Vladimír Kadeřávek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Štepán Adler und andere vom 15. Oktober 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-255-1

Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Štepán Adler und andere vom 3. Dezember 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-255-1

Bekanntmachung der Hinrichtung von Vladimír Kadeřávek und anderen, plakatiert 1942 in Prag

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-255-17

Sterbeurkunde von Vladimír Kadeřávek vom 7. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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