Jan Kadlček

23. November 1916, Dolniemtsch (Dolní Němčí) – 30. September 1943
Jan Kadlček kommt 1940 als „Zivil­arbeiter” nach Deutsch­land und arbeitet im Straßen­bau und bei einer Berliner Trans­port­firma. Wegen des Handels mit Brot­marken wird er Ende 1942 zu sechs Monaten Haft verur­teilt, der er sich entzieht, indem er seine Arbeits­stelle und Wohnung verlässt.
Im Frühjahr 1943 begeht er in Berlin und Umgebung zusammen mit Karel Sroka und Alois Oharek vier Einbrüche und lebt bis zu seiner Fest­nahme am 13. Februar 1943 vom Erlös der gestoh­lenen Waren.
Am 15. September 1943 verur­teilt das Sonder­gericht VI bei dem Land­gericht Berlin Jan Kadlček und drei andere Tschechen wegen „fortge­setzten Dieb­stahls” auf Grund­lage der kurz nach Kriegs­beginn er­lassenen „Volks­schädlings­verordnung” als „gefähr­liche Gewohn­heits­ver­brecher” zum Tode.
Jan Kadlček wird am 30. September 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jan Kadlček

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Jan Kadlček vom 2. Oktober 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück