Bodo Käding

13. Februar 1922, Elbing (Elbląg) – 7. August 1942
Bodo Käding wächst nach der Trennung seiner Eltern in einem Kinder­heim auf und arbeitet nach der Volks­schule als Land­helfer in Ostpreußen. 1939 zieht er nach Berlin und verdient seinen Lebens­unterhalt als ungelernter Arbeiter, zuletzt als Kutscher in einem Zirkus. Ende 1941 wird er wohnungs­los auf der Straße aufge­griffen, ins Arbeits­haus Berlin-Rummels­burg gebracht und in einer Kolonne beim Kraft­werk Rummels­burg einge­setzt.
Dort lernt er Paul Memel kennen, mit dem er am 7. Februar 1942 ent­weicht, in Berlin in eine Laube einbricht und am nächsten Tag einen Raub­über­fall sowie einen versuch­ten Raub­überfall begeht. Das Sonder­gericht V bei dem Land­gericht Berlin verur­teilt beide am 11. April 1942 auf Grund­lage der kurz nach Kriegs­beginn erlas­senen „Verordnung gegen Volks­schäd­linge” zum Tode. Bodo Käding wird 20-jährig am 7. August 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermor­det.

Dokumente

Gefangenenkarte von Bodo Käding

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Bodo Käding vom 7. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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