Josef Kafka

16. Juni 1895, Prag – 9. Juli 1943
Josef Kafka

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Kafka, 1940

Bundesarchiv R 3017/14671

Josef Kafka kommt am 16. Juni 1895 in Prag zur Welt und wird von Beruf Fotograf.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt er sich der natio­nalen Widerstands­bewegung an. Er wird Teil eines Netzwerks, das über Miloš Bondy auch über Kontakt zur geheimen Militär­organisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) verfügt und geeignete Routen für den Transfer früherer tschechischer Legionäre zur Exilarmee ins Ausland auskund­schaftet.
Josef Kafka stellt in seiner Werkstatt ein Negativ her, das die Fälschung von tsche­chischen zu slowakischen 100-Kronen­noten erlaubt, womit ein Teil der durch den Legionärs­transport anfallenden Ausgaben gedeckt werden soll.
Nach seiner Festnahme Mitte Juni 1940 verurteilt der „Volks­gerichtshof” Josef Kafka am 21. November 1942 zusammen mit Artur Schwarz und zwölf weiteren An­geklagten wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Josef Kafka wird am 9. Juli 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Artur Schwarz und andere vom 15. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Schwarz und andere vom 21. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Sterbeurkunde von Josef Kafka vom 10. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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