Alfred Kalis

6. Juni 1915, Berlin – 9. März 1943
Alfred Kalis wächst bis 1922 bei seinen Groß­eltern und anschließend in Waisen­heimen auf und kommt 1932 wegen eines Dieb­stahls in Für­sorge­erziehung. Nach der Volks­schule arbeitet er bei einem Müller und als Arbeiter. Wegen Eigen­tums­delikten wird er zu mehreren Haft­strafen verur­teilt.
Im April 1942 im Norden Berlins mit einem anderen jungen Mann mehrere Wohnungs­einbrüche, aus denen sie vor allem Kleidungs­stücke und Lebens­mittel stehlen, die ein weiterer Bekannter auf dem Berliner Schwarz­markt verkauft.
Alle werden am 18. Januar 1943 vom Sonder­gericht VI bei dem Land­gericht Berlin auf Grund­lage der kurz nach Kriegs­beginn erlassenen „Verord­nung gegen Volks­schädlinge” abgeurteilt; während die anderen beiden Ange­klagten vierjährige Zucht­haus­strafen erhalten, wird Alfred Kalis als „gefähr­licher Gewohn­heit­ver­brecher” zum Tode verur­teilt.
Er wird am 9. März 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Alfred Kalis

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Alfred Kalis vom 11. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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