Michail Kalugin
Er ist Hilfsarbeiter in einem Staatsbetrieb in Stalingrad. Im September 1942 kommt er als Zwangsarbeiter nach Deutschland, arbeitet bei einem Tiefbau- und Abbruchunternehmen in Berlin, wo er in einem Lager lebt.
Am 25. August 1943 verurteilt ihn das Sondergericht VII beim Landgericht Berlin zusammen mit Alexej Kamynin nach der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode. Beide sollen „gemeinsam in einem bombengeschädigten Gebäude geplündert” haben. Michail Kalugin nimmt bei Räumungsarbeiten nach einem Bombenangriff eine Hose, eine Jacke und Hemden mit, weil er keine eigenen hat.
Michail Kalugin und Alexej Kamynin werden während der sogenannten Blutnächte am 8. September 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Michail Kalugin
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Nr. 2199
Sterbeurkunde von Michail Kalugin vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019














