Michail Kalugin

11. Dezember 1911, Kuibyschew – 8. September 1943
Michail Kalugin

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Michail Kalugin

Landesarchiv Berlin A Rep 369, Nr. 2199

Michail Kalugin kommt nach Angaben in seinem Haftbogen in Kuibyschew zur Welt. Die biogra­fischen Angaben zu seiner Person variieren in den Verfahrens­unterlagen jedoch stark.
Er ist Hilfs­arbeiter in einem Staats­betrieb in Stalingrad. Im September 1942 kommt er als Zwangs­arbeiter nach Deutschland, arbeitet bei einem Tiefbau- und Abbruch­unternehmen in Berlin, wo er in einem Lager lebt.
Am 25. August 1943 verurteilt ihn das Sonder­gericht VII beim Land­gericht Berlin zusammen mit Alexej Kamynin nach der „Volks­schädlings­verordnung” zum Tode. Beide sollen „gemein­sam in einem bomben­geschädigten Gebäude geplündert” haben. Michail Kalugin nimmt bei Räumungs­arbeiten nach einem Bomben­angriff eine Hose, eine Jacke und Hemden mit, weil er keine eigenen hat.
Michail Kalugin und Alexej Kamynin werden während der sogenannten Blut­nächte am 8. September 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermor­det.

Dokumente

Gefangenenkarte von Michail Kalugin

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Nr. 2199

Sterbeurkunde von Michail Kalugin vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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