Walter Kaminski

3. März 1912, Zehdenick – 17. Mai 1943
Walter Kaminski

Gestapoaufnahme von Walter Kaminski

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2203

Walter Kaminski wächst als Sohn eines Nacht­wächters mit sieben Geschwis­tern auf, erlernt nach der Volks­schule das Tischler­handwerk und besteht 1932 die Gesellen­prüfung. Wegen einer missge­bildeten linken Hand wird er nicht zum Wehr­dienst einge­zogen. 1941 wird er Vater eines unehe­lich geborenen Kindes.
Walter Kaminski arbeitet als Flugzeugtischler in Oranienburg, im März 1942 wird er zur Arbeit in ein Flug­zeug­werk in Gdingen (Gdynia) in der Danziger Bucht „dienst­ver­pflich­tet”. Nach einer Lohn­kürzung bleibt er der Arbeit fern und lebt in der Folge­zeit in Danzig (Gdańsk) und Berlin von Dieb­stählen. Unter anderem wird ihm der Dieb­stahl von zwölf Fahr­rädern zur Last gelegt.
Walter Kaminski wird am 6. April 1943 vom Sonder­gericht V bei dem Land­gericht Berlin auf Grundlage der „Verord­nung gegen Volks­schäd­linge” zum Tode verur­teilt und am 17. Mai 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Walter Kaminski

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2203

Urteilsformel des Sondergerichts V bei dem Landgericht Berlin gegen Walter Kaminski vom 6. April 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 888

Sterbeurkunde von Walter Kaminski vom 18. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück