Johann Kansy
Zwischen Oktober 1934 und August 1937 ist Kansy für den polnischen Nachrichtendienst tätig. Er sammelt Beobachtungen zur Dienststelle der Gestapo in Namslau und zum Grenzschutz im deutsch-polnischen Grenz­gebiet. Außerdem gibt er detaillierte Berichte über militärische Formationen, Befestigungsanlagen und die Lage von Flugplätzen seines eingezogenen Sohnes weiter, der erst als Angehöriger der Reichswehr in Schweidnitz stationiert ist und später der Wehrmacht unter anderem in Jüterborg und Halle an der Saale dient.
Johann Kansy wird im November 1939 festgenommen, vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs“ am 13. Juni 1941 wegen „Landesverrats“ zum Tode verurteilt und am 29. August 1941 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Johann Kansy
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Johann Kansy vom 13. Juni 1941
Bundesarchiv R 3018/3642
Sterbeurkunde von Johann Kansy vom 29. August 1941
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


















