Adam Kapic

9. August 1900, Alt Possigkau (Starý Postřekov) – 8. September 1943
Adam Kapic

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Adam Kapic, 1942

Bundesarchiv R 3017/10334

Adam Kapic arbeitet nach der Bürgerschule in Wien zunächst als Hilfsarbeiter, erlernt dann den Tisch­lerberuf und ist in verschiedenen Firmen in Prag tätig. 1921 bis 1923 leistet er seinen Militärdienst in der Tschechoslo­wakischen Armee. Ab 1928 ist er bei den Prager Stadt­werken als Straßen­bahnschaffner tätig. Er ist Mitglied der Tschechoslowa­kischen Kommunistischen Partei (KPČ).
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt sich Adam Kapic im April 1941 der illegalen KPČ an und wirkt in der Betriebszellenorgani­sation der Straßenbahnangestellten als Verbindungs­mann zur Wagenhalle in Prag-Pankratz. Er leitet einge­zogene Mitgliedsbeiträge sowie kommunistisches Schrift­material weiter.
Der verheiratete Familienvater wird am 27. Juli 1942 festgenommen und am 7. Juni 1943 vom „Volks­gerichts­hof” zusammen mit Jan Kozlovský und Alois Hora wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegüns­tigung” zum Tode verurteilt. Adam Kapic wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Organigramm der Betriebszellen der Straßenbahner und Autobusschaffner der illegalen KPČ in Prag, 1942

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Adam Kapic und andere vom 7. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/10334

Gnadengesuch der Ehefrau eines Freundes von Adam Kapic für diesen vom 11. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/10334

Sterbeurkunde von Adam Kapic vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Sep­tember 1943 im Strafgefängnis Plöt­zensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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