Peter Kasper
Im September 1931 verlässt er Deutschland, wird Mitglied der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und erwirbt 1933/34 die sowjetische Staatsbürgerschaft. Nach mehr­maliger Ablehnung kann er ab September 1934 an der Kommunistischen Universität der nationalen Minder­heiten des Westens in Moskau ein Studium aufnehmen. Als die Universität im Mai 1936 auf Beschluss des Zen­tralkomitees der Partei geschlossen wird, geht er im Sep­tember 1936 nach Aalen in Württemberg und arbeitet dort zunächst als Hilfsarbeiter, dann als Hauer in einer Erzgrube.
Dort sucht er Kontakt zu Kommunisten. Er organisiert in der Folgezeit einen marxistischen Zirkel, berichtet über seine Erlebnisse in der Sowjetunion und hört mit Gleichgesinnten die Sendungen von Radio Moskau.
Peter Kasper wird „wegen Vorbereitung eines hoch­verräterischen Unternehmens” am 26. Oktober 1938 vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” zum Tode verurteilt und am 14. März 1939 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Peter Kasper
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Peter Kasper vom 21. Juni 1938
Bundesarchiv R 3017/32718
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Peter Kasper und weitere Angeklagte vom 26. Oktober 1938
Bundesarchiv R 3017/32718
Bekanntmachung der Hinrichtung von Peter Kasper vom 14. März 1939
Bundesarchiv R 3017/31765
Sterbeurkunde von Peter Kasper vom 14. März 1939
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


























































































