Peter Kasper

17. März 1907, Krettnich – 14. März 1939
Peter Kasper

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Peter Kasper

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Peter Kasper wächst in ärmlichen Verhältnissen auf und arbeitet nach der Volksschule in der elterlichen Land­wirtschaft. Er zieht 1922 nach Völklingen und ist als Hilfsarbeiter in verschiedenen Betrieben sowie anschlie­ßend als Schlepper und Hauer in einer Grube tätig. 1928 wird er Mitglied im kommunistischen lothringischen Bergarbeiterverband. Als Kasper, der 1930 der KPD und später auch der Revolutionären Gewerkschafts-Oppo­sition (RGO) beitritt, arbeitslos wird, lässt er sich durch die sowjetische Handelsvertretung in Berlin als Berg­arbeiter in die Sowjetunion vermitteln.
Im September 1931 verlässt er Deutschland, wird Mitglied der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und erwirbt 1933/34 die sowjetische Staatsbürgerschaft. Nach mehr­maliger Ablehnung kann er ab September 1934 an der Kommunistischen Universität der nationalen Minder­heiten des Westens in Moskau ein Studium aufnehmen. Als die Universität im Mai 1936 auf Beschluss des Zen­tralkomitees der Partei geschlossen wird, geht er im Sep­tember 1936 nach Aalen in Württem­berg und arbeitet dort zunächst als Hilfsarbeiter, dann als Hauer in einer Erzgrube.
Dort sucht er Kontakt zu Kommunisten. Er organisiert in der Folgezeit einen marxistischen Zirkel, berichtet über seine Erlebnisse in der Sowjetunion und hört mit Gleich­gesinnten die Sendungen von Radio Moskau.
Peter Kasper wird „wegen Vorbereitung eines hoch­verräterischen Unternehmens” am 26. Oktober 1938 vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” zum Tode verurteilt und am 14. März 1939 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Peter Kasper

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Peter Kasper vom 21. Juni 1938

Bundesarchiv R 3017/32718

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Peter Kasper und weitere Angeklagte vom 26. Oktober 1938

Bundesarchiv R 3017/32718

Bekanntmachung der Hinrichtung von Peter Kasper vom 14. März 1939

Bundesarchiv R 3017/31765

Sterbeurkunde von Peter Kasper vom 14. März 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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