Mikołaj Kastanczuk

21. Juli 1917, Dolkindy – 29. Juli 1943
Mikołaj Kastanczuk wird am 21. Juli 1917 in Dolkindy geboren. Er geht nicht in die Schule, sondern arbeitet seit seiner Kind­heit in der Landwirt­schaft.
Als Angehöriger der polnischen Infanterie gerät er kurz nach Kriegsbeginn in Gdynia in Kriegs­gefangen­schaft, aus der er Ende 1939 entlassen wird. Danach wird er als „Zivil­arbeiter” auf dem Gut Luisenhof in Neubranden­burg zur landwirt­schaftlichen Arbeit eingesetzt, entfernt sich von dieser Arbeits­stelle im August 1942 und geht nach Berlin. Dort verübt er Ende 1942 und Anfang 1943 mehrmals Koffer­diebstähle an verschiedenen Fernhalte­bahnhöfen, unter anderem im Bahnhof Friedrich­straße und im Stettiner Bahnhof.
Mikołaj Kastanczuk wird deshalb am 16. Februar 1943 festge­nommen und vom Sondergericht V beim Land­gericht Berlin am 10. Juni 1943 nach der „Volksschäd­lings­verordnung” zum Tode verurteilt. Er wird am 29. Juni 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Mikołaj Kastanczuk

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16136

Anklage des Sondergerichts V Berlin gegen Mikołaj Kastanczuk vom 14. Mai 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16135

Todesurteils des Sondergerichts V beim Landgericht Berlin gegen Mikołaj Kastanczuk vom 10. Juni 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16136

Gnadengesuch von Mikołaj Kastanczuk vom 16. Juni 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16134

Sterbeurkunde von Mikołaj Kastanczuk vom 30. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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