Mikołaj Kastanczuk
Als Angehöriger der polnischen Infanterie gerät er kurz nach Kriegsbeginn in Gdynia in Kriegs­gefangenschaft, aus der er Ende 1939 entlassen wird. Danach wird er als „Zivilarbeiter” auf dem Gut Luisenhof in Neubrandenburg zur landwirtschaftlichen Arbeit eingesetzt, entfernt sich von dieser Arbeitsstelle im August 1942 und geht nach Berlin. Dort verübt er Ende 1942 und Anfang 1943 mehrmals Kofferdiebstähle an verschiedenen Fernhaltebahnhöfen, unter anderem im Bahnhof Friedrichstraße und im Stettiner Bahnhof.
Mikołaj Kastanczuk wird deshalb am 16. Februar 1943 festgenommen und vom Sondergericht V beim Land­gericht Berlin am 10. Juni 1943 nach der „Volksschäd­lingsverordnung” zum Tode verurteilt. Er wird am 29. Juni 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Mikołaj Kastanczuk
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16136
Anklage des Sondergerichts V Berlin gegen Mikołaj Kastanczuk vom 14. Mai 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16135
Todesurteils des Sondergerichts V beim Landgericht Berlin gegen Mikołaj Kastanczuk vom 10. Juni 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16136
Gnadengesuch von Mikołaj Kastanczuk vom 16. Juni 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16134
Sterbeurkunde von Mikołaj Kastanczuk vom 30. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
















