Walter Kauffmann

16. Juli 1910, Berlin – 5. Juli 1940
Walter Kauffmann

Erkennungsdienstliches Foto von Walter Kauffmann

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 7654

Walter Kauffmann arbeitet nach dem Besuch der Volksschule als Arbeitsbursche und Milchjunge. Nach mehreren Diebstählen wird er zunächst unter Aufsicht gestellt und kommt schließlich bis zur Erreichung der Volljährigkeit 1931 in Fürsorgeerziehung. Wegen Eigentumsdelikten wird er in den folgenden Jahren wiederholt zu Gefängnis- und Zuchthausstrafen verurteilt, die er unter anderem im Strafgefangenenlager Esterwegen verbüßt.
Am 13. März 1940 wird er erneut festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, gemeinsam mit Hermann Below und Rudolf Grupe, die er aus der Haft kennt, Einbrüche in Berliner Lebensmittelgeschäfte begangen zu haben.
Er wird am 24. Mai 1940 vom Sondergericht III beim Landgericht Berlin gemeinsam mit Below und Grupe als „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher” wegen fortgesetzen schweren Diebstahls auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode verurteilt.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird Walter Kauffmann am 5. Juli 1940 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Walter Kauffmann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Walter Kauffmann vom 5. Juli 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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