Heinz Kaufmann

30. Juli 1918, Berlin – 7. September 1940
Heinz Kauf­mann arbeitet nach der Volks­schule als Lauf­bursche. 1934 wird er wegen räube­rischer Erpres­sung von einem Jugend­gericht verur­teilt und 17-jährig unter Für­sorge­erziehung gestellt.
1934 bis 1936 begeht er mit seinem Freund Paul Rathnow, den er aus der Erzie­hungs­anstalt Stru­veshof kennt, und anderen Jugend­lichen nachts im Berliner Hum­boldt­hain erpres­serische Raub­über­fälle.
Das Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin verurteilt Heinz Kauf­mann, der auch des Vergehens gegen § 175 angeklagt wird, und Paul Rathnow am 22. Juli 1940 rück­wirkend auf Grund­lage der am 5. Sep­tember 1939 erlas­senen „Verord­nung gegen Gewaltver­brecher” zum Tode. Die anderen Ange­klagten erhalten Zucht­haus­strafen.
Obwohl eine Untersuchung auf verminderte Schuldfähigkeit nicht abschließend geklärt ist, wird Heinz Kauf­mann 7. Sep­tember 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Heinz Kaufmann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Heinz Kaufmann, Paul Rathnow und weitere Personen vom 22. Juli 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 305/8

Anordnung der Überpüfung des Geisteszustands von Heinz Kaufmann durch den Generalstaatsanwalt bei dem Landgericht Berlin vom 29. Juli 1940

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 305/11

Sterbeurkunde von Heinz Kaufmann vom 7. September 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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